Nachfolger gesucht – Wenn Alte gehen und Junge kommen | Abenteuer Nachfolge (4/4) | Doku | SRF DOK

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Nachfolger gesucht – Wenn Alte gehen und Junge kommen | Abenteuer Nachfolge (4/4) | Doku | SRF DOK

Fühlen Sie sich bereit für den grossen Schritt? Darf ich Ihnen den Kugelschreiber überreichen? * Dynamische Musik * Irgendwann ist es Zeit, loszulassen Irgendwann beginnt etwas Neues Das sind vier Geschichten rund um Menschen, die sich ans Abenteuer Nachfolge wagen Einer davon ist Hausarzt Martin Sigg Vielen Dank – Alles Gute! Ihnen auch Nach langer Suche hat er einen Nachfolger für seine Praxis gefunden Ich habe schon gesagt: Die Kulisse ist fast so schön wie in der Praxis Freude und Erleichterung auch bei der Gemeinde Hergiswil und allen, die an der Nachfolgersuche beteiligt waren Zum Wohl, Martin! – Danke Vielen Dank Im Moment kann ich die Situation noch nicht ganz realisieren Es ist eine spannende Situation Ich war bisher noch nie in einer solchen Situation mit so wichtigen Persönlichkeiten an so einem schönen Ort zu einer Praxisübernahme Ich denke, die nächsten Tage werde ich es realisieren Es wird sich setzen. Ich bin gespannt. Aber es geht gut, danke So. Jetzt ist gut Wir haben es überstanden – Wir sind alle erleichtert Herr Walker, alles Gute! – Es war mir eine Freude Ja, mir auch Es i s t mir eine Freude Es war nicht, es ist – Und es bleibt noch eine Freude Drei Jahre hat Martin Sigg auf diesen Moment gewartet Hervorragend Mir geht es viel besser als am Morgen Ich fühle mich relaxt, entspannt und gut Ich denke, wir können es geniessen, uns zurücklehnen und denken: “Ja.” Wir sind beruhigt, zu wissen, dass jemand Tolles hier ist Er wird das gut machen Nach mehr als 35 Jahren kann Martin Sigg mit 70 in Rente gehen Auf dem Hof im Emmental in Röthenbach steht bei Wielands die erste grosse Hochzeit bevor Geht es bei dir? – Ja, danke. Es geht recht gut Die Stühle sind jetzt dann bereit Super. Sehr gut Ich packe noch ein wenig aus Ist das gut? Ja. Sehr gerne Und du schaust zu, nicht wahr? Salome wird von ihrem Vater unterstützt Mami räumt Kartons weg Hey, na du? Hoi Wir erwarten grössere Events Wir haben dieses Jahr noch vier Hochzeiten, Hochzeitsaperos Und da brauchen wir die Sitzplätze Wir werden Hochzeiten mit 250-300 Personen haben Aber auch kleine mit 100-150 Personen Thom und Salome sind seit knapp einem halben Jahr Besitzer dieses Hofs in Röthenbach – ein Milchwirtschaftsbetrieb mit 14 Milchkühen Zusätzlich setzen sie auf Agrotourismus und haben unter dem Label Wielandleben ein kleines Unternehmen aufgebaut Oben müssen wir noch ein wenig rausnehmen Wir haben uns gut eingelebt Es braucht zwar noch Zeit, bis alles gemacht ist, aber bis jetzt geht es sehr gut Wir sind zufrieden, wie es vorwärtsgeht Dafür, dass wir noch nicht länger hier sind, sieht es schon recht gut aus Hier noch ins Loch hinein Mit dabei auch Peter und Andreas, ihre Mitbewohner des betreuten Wohnens, das sie auch noch anbieten Hier haben 150 Leute sitzend Platz Krass! Es liegt doch noch in unserer Verantwortung, wie viele Leute wir annehmen oder nicht Bei dieser Grösse der Terrasse können wir auch mal Nein sagen, wenn es nicht mehr geht, sodass wir das Leben lang Kraft für dieses Projekt haben In Ostermundigen ist die neue Pfarrerin Aline Berger unterwegs mit 33 Kindern Es geht noch Ich habe noch zwei Helferinnen Sie sind es sich gewohnt Es sind keine Dorfkinder, die sonst nie ein Auto oder einen Bus sehen Aber ich bin schon froh, dass die anderen beiden auch schauen Zu ihren Aufgaben gehört die KUW – die Kirchliche Unterweisung

Also. Alle aussteigen! Heute ist sie auf dem Weg ins Historische Museum, das am Berner Münster vorbeiführt Kommt noch schnell! Das ist ganz berühmt in Bern Wer weiss, was das ist? Wart ihr schon mal hier? – (Viele Kinder) Ja! Viele waren schon hier Und das hier ist ganz berühmt in Bern: die Münsterpforte Auf der rechten Seite sieht man die Hölle und links den Himmel Die Leute haben sich früher wirklich vorgestellt, dass es so ist: Wenn man tot ist, kommt man an den einen oder anderen Ort Das machte den Leuten auch Angst Sie dachten wirklich, dass sie vielleicht in die Hölle kommen Und heute … Ich glaube nicht an eine solche Hölle nach dem Tod Vielleicht ist der Krieg In unserer Welt gibt es schon eine Art Hölle Es gibt Leute, die “durch die Hölle gehen”, die Schlimmes erleben Aber keinen Ort, wo man für immer hinkommt Aline arbeitet biblische Themen aktuell auf Mit den Schülern hat sie den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten behandelt und besucht im Historischen Museum Bern eine Ausstellung zu Ägypten und zum Thema Flucht Sie nannten ihn “den Velopfarrer”, als er noch im Dienst war: Peter Christen, Vorgänger von Aline Er war 27 Jahre lang Pfarrer mit Leib und Seele Seit fast einem Jahr ist er pensioniert Guten Morgen – Guten Morgen Guten Tag – Hoi Er ist da dran Und sonst ist alles gut? – Sonst ist alles gut Gut – Gute Fahrt! – Merci Jetzt hat er eine neue Aufgabe gefunden Er fährt zwei Tage pro Monat Taxi für Menschen mit Behinderung Es ist wohl schon der stärkste Motor der ganzen Sache Es befriedigt mich Ich darf ihnen etwas geben Das dünkte mich im Pfarramt stets schwierig Ich hatte immer das Gefühl, ich sei derart ausgelastet, dass ich keine Kapazitäten für ehrenamtliche Arbeit habe Und dann sagte ich mir: “Jetzt möchte ich in irgendeiner Form etwas in diese Richtung machen.” In der Kirchgemeinde betreut er nach wie vor die Weiterbildung im Computerbereich Zuerst war es wahnsinnig schön Einfach Ferien Ich genoss es Dann kam langsam das, von dem ich sagte, ich wolle es: Langeweile Nicht schon am Morgen wissen, was alles sein muss oder darf Es gab Momente, in denen es mich irritierte Aber je länger je mehr geniesse ich die Möglichkeit, dass nicht alles von vorne bis hinten verplant ist Wollen Sie sich bei mir einhängen? * Er lacht. * Auf Wiedersehen, Herr Brüllhart Einen schönen Tag – Gleichfalls Jetzt machen wir eine schöne Spazierfahrt Ja Sie werden staunen Die wunderschönen grünen Ja. Die sind so schön – Nicht wahr? Das ist wirklich sehr schön – Ja Ich wende gleich, damit Sie die Berge betrachten können Jetzt sieht man sie langsam – Schauen Sie sich diese Berge an! Es ist unerhört schön * Beschauliche Musik * In Hergiswil hat der neue Hausarzt Marcelo Walker seine erste Arbeitswoche Offiziell übernimmt er die Praxis erst in vier Monaten Bis dann ist er noch angestellt und wird den Patienten von Martin Sigg als Nachfolger vorgestellt Ich wollte dir Herr Blättler vorstellen Schön. Hallo – Herr Walker. Herr Blättler Mein Nachfolger – Freut mich

Ich hoffe, du findest dich gut mit ihm zurecht Sie sassen so manches Jahrzehnt hier drin. – Genau. Ja. 35 Jahre Ein langjähriger Patient – Ja Eine schöne Sache Danke fürs Vorstellen – Gern geschehen Geh wieder zum anderen Patienten, sonst ärgert sich die Dame! Okay. Alles Gute Ich bin sicher bis Mitte Juli hier Ich habe das Gefühl, ich bin angekommen. Das habe ich gesucht Ich habe ein sehr gutes Gefühl mit ihm. Das muss ich sagen Es ist sehr vielversprechend Auch die Rückmeldungen – obwohl sie noch ganz frisch sind – sind sehr gut Ich habe ihn im Pflegeheim oben vorgestellt Ein Kollege hat mir schon geschrieben, er sei erfreut Ich habe gestern die E-Mail erhalten Er sei im Pflegeheim gut angekommen, sei sehr gerühmt und als sympathisch empfunden worden Er hat geschrieben: “Das ist gut für dich, für ihn und auch für mich.” “Und Hergiswil.” Kann man sagen, dass die Schmerzen seit drei Wochen zunehmend sind? Marcelo Walker kommt aus einer Ärztefamilie in Hamburg Vor drei Wochen haben Sie sich den grossen Zeh gestossen Ja – Schauen wir uns das noch mal an! Er ist Facharzt für innere Medizin, hat einen Teil seiner Ausbildung in der Schweiz absolviert und zwei Jahre lang in einer Gruppenpraxis in Kriens gearbeitet Gut. Machen wir – Super. Danke Bis gleich. Bis später, ja? Die ersten Tage sind natürlich spannend Ich habe das Gefühl, dass es ein sehr schöner Start war Ich wurde sehr herzlich begrüsst Ich habe zu Beginn eine schöne Blume geschenkt bekommen Wir haben auch schon gemeinsam gemütlich gegessen Das war ein sehr schöner Start Jetzt ist es gerade ein bisschen hektisch Mehrere Patienten sind gleichzeitig gekommen Aber die Damen organisieren das sehr gut Und die Patienten sind verständnis- voll. Das funktioniert gut Marcelo Walker teilt in den nächsten Monaten die Arbeit mit Martin Sigg Er arbeitet eng mit ihm zusammen, sodass eine saubere Übergabe gewährleistet ist Ich stelle den Stuhl dazu Ich wollte ganz kurz noch Ihre Meinung dazu Herr Zibung hat seit ein paar Tagen eine zunehmende Schwellung (Martin Sigg) Es ist bis nach vorne geschwollen Und da hinten (Marcelo Walker) Vielleicht ein beginnender Abszess Es ist vor dem Kieferwinkel Also Parotitis Eine reine Parotitis wäre hier hinten und hier Ganz ehrlich: Ich würde das einem ORL-Arzt zeigen Ich würde ihn weiter verweisen – Das dachte ich mir auch (Martin Sigg) Relativ dringlich (Marcelo Walker) Bevor die Entzündungswerte steigen und sich ein Abszess entwickelt – Sonst keine geschwollenen Drüsen? Submandibulär Ja Wahrscheinlich wird man ein MRI des Schädels machen müssen Um die Weichteile anzuschauen Das ist noch spezifischer Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt muss das weiter abklären. Ganz sicher Ist das okay für Sie? Dann nimmt er das wieder an die Hand Vielen Dank – Alles Gute! Gern geschehen Vielen Dank – Alles Gute! Kommen Sie mit! Marcelo Walker übernimmt eine gut laufende Praxis mit über 5’000 Patienten In Zukunft sucht er einen zusätzlichen Arzt, der ihn entlastet Ich bin gespannt Für mich ist es ein Abenteuer Ich kann noch nicht überblicken, was alles auf mich zukommt Ich weiss, dass es viel Organisation ist Ein gewisses Organisationstalent gehört dazu Aber ich bin optimistisch. Ich schaue einfach mal, wie es kommt Ist er beschäftigt? – Ja. Bei einem Patienten Wenn er fertig ist, stelle ich ihn Frau Baumann vor In Röthenbach bereiten Salome und Thom alles für die erste grosse Hochzeit vor Sie erwarten 150 Gäste Ich stelle den Bartisch dort beim weissen Bartisch hin Dann haben wir zwei dort Vielleicht könnte man vor dem Haus auch noch zwei hinstellen. – Nein Die Leute sollen ja auf die Terrasse gehen. – Stimmt (Thom) Hier kann man sie gut hinstellen. Hier unten auch (Salome) Ja Tipptopp Eine schön gerade Terrasse Ich bin gar nicht nervös Ich freue mich auf die Leute (Salome) Ich freue mich auch Das Wetter sieht gut aus – Es ist etwas bewölkt

Am Nachmittag könnte es regnen Damit muss man rechnen Wenn es regnet, ist es nicht so tragisch Wir haben genügend Möglichkeiten, drin zu sein Es ist beides gut Ja Die Aussicht ist natürlich schön Wenn das Wetter so bleibt, ist die Aussicht bombastisch. – Ja Lydia und Ernst sind ins Nachbarhaus umgezogen Über 30 Jahre lang haben Sie den Hof bewirtschaftet Weil es Ernst immer schlechter ging, mussten sie verkaufen Wenn Ernst nicht gerade zu Hause handwerkt, arbeitet er auswärts Wir haben immer gemeinsam gearbeitet Das gefiel mir. Hand in Hand Wir waren ein gutes Team, nicht wahr? Ja Das war schön Die Arbeit war für mich nie ein Müssen Ohne dich hätte ich schon vor zehn oder 15 Jahren aufhören müssen Aber wir wollen jetzt auch anderes machen Schritt um Schritt Wir möchten uns daran gewöhnen Es ist ein Prozess Dass * Bohrlärm * Die Arbeit auswärts ist für mich sicher eine Veränderung Das ist anders, als ständig hier zu sein Es gibt jetzt einfach Tage, in denen ich fix auswärts arbeite und nicht hier bin Das ist sicher eine Umstellung Aber es ist auch schön Ich habe keine schwere Arbeit mehr Es ist schon eine Erleichterung Als Bauer könnte ich nicht mehr arbeiten * Bohrlärm * Vormittags haben wir jeweils gemolken Das würde heute nicht mehr so gut gehen: hinsetzen, aufstehen * Vorbeifahrendes Auto * Aufstehen, hinsetzen – ich könnte alleine nicht mehr melken Das könnte ich nicht mehr Ich komme mir schon bald vor wie ein 75-jähriger Mann * Bohrgeräusch * Es ist richtig, wie es ist Und trotzdem muss man sich daran gewöhnen Wir haben den Hof 31 Jahre lang bewirtschaftet Das ist nicht einfach fertig und Es ist ein Prozess * Dynamische Musik * Ihr habt euch im Zusammenhang mit Ägypten auch mit dem Volk Israel, mit der Bibel beschäftigt Dazu stehen wir auf Im Historischen Museum Bern will Aline den Kindern die Kultur von Ägypten näherbringen Welche Figuren aus der Bibel kommen euch in den Sinn, die in Ägypten waren? (Mädchen) Moses – Genau. Moses Der führt sie aus der Sklaverei heraus (Mädchen) Ist hier alles echt? Alles, was ihr hier seht, ist echt Wichtig ist Wir sammeln uns jetzt hier herum Das ist das Kinn (Junge) Hirn? – Das Kinn Hier ist der Nasen- und Mundbereich mit den Zähnen (Kinder) Igitt! In Röthenbach sind die ersten Gäste und das Hochzeitspaar eingetroffen Hast du jemanden, der dir das Kleid hält, damit du am Boden nicht hängen bleibst? – Nein Am Holz – Können wir das mal testen? Nein, doch nicht. Sonst sind die Blüten alle vorne bei mir Ähm … – Du kannst das Kleid ja selber anheben Ich kann meiner Trauzeugin sagen, sie soll mitlaufen Sie soll hinterherlaufen Lass es mal runter! Es ist keine lange Schleppe (Bräutigam) Die ist dann schwarz – Ja. Hier ist es schwarz Das geht schon – Es ist keine grosse Schleppe Du stehst dann ja vorne, oder? – (Bräutigam) Ja Die Trauung findet auf der Heubühne statt Hochzeiten und Events sind im Moment die Haupteinnahmequelle der Wielands * Sanfte Klaviermusik mit Gesang * Die zweite Schale mit Gemüsedip können wir noch nach oben nehmen * Sanfte Klaviermusik mit Gesang * Bei ihnen ist alles frisch vom eigenen Hof und aus der Region

* Dialog wird von der Musik übertönt. * Ich gönne es ihnen, ein schönes Fest zu haben Ja. Das sieht nach einer grossen Sache aus Ja * Dramatische Orgelmusik * Der Auszug des israelischen Volks aus Ägypten war auch eine Flucht Manchmal müsst ihr lesen, weil es Untertitel hat Ihr seht es dann schon In Absprache mit der Kirchgemeinde und dem Historischen Museum Bern hat Aline beschlossen, mit den Kindern in die Wanderausstellung “Flucht” zu gehen, wo das Thema mit aktuellen Bildern aufgearbeitet wird * Arabischer Sprechgesang * * Explosion * (Junge) What the heck! Ich weiss nicht, ob sie mit ihren Eltern die Nachrichten hören oder schauen Es liefert sicher die Bilder zu dem, worüber gesprochen wird Heute Morgen merkte ich, dass bei einigen Parolen umgingen wie: “Warum kommen diese Flüchtlinge überhaupt?” Eher bei den Jungs Und jetzt sehen sie, was das für Leute sind Um die Bilder einzuordnen, ist es Aline wichtig, dass sie das, was sie gesehen haben, gemeinsam mit den Kindern bespricht Also. Ihr habt diesen Film gesehen Jemand hat gefragt, ob es echt ist * Sie sprechen unverständlich. * (Junge) Warum filmt man in diesem Moment noch? Ja. Was meint ihr? Warum sind dort Leute mit Kameras? Man will das dokumentieren Dass man weiss, wie schlimm es ist und wie gut wir es haben Und dass man vielleicht hilft – Genau Dass man sieht, was dort passiert Ich höre oft Radio Und dort klingt es nur halb so schlimm als wenn man es sieht Vielleicht helfen solche Bilder auch, Verständnis zu haben für die Flüchtlinge, die hierherkommen Die wollen uns nicht einfach unser schönes Land wegnehmen Sie haben es wirklich schwierig und suchen Sicherheit Sara? Wir müssen jeden Tag, an dem wir leben, Freude haben und glücklich sein Meinst du, wenn man sieht, wie gut wir es eigentlich haben? Ja * Dynamische Musik * Hausarzt Martin Sigg war es immer ein Anliegen, dass auch sein Nachfolger die Patienten im Alters- und Pflegeheim besucht und v.a. den Menschen mit seiner Geschichte in den Mittelpunkt stellt Eine ältere Dame, die ich schon seit 30 Jahre als Patientin kenne Eine Ungarin, die vor langer Zeit vor dem Krieg geflohen ist Guten Tag, Herr Doktor Sigg Grüezi, Frau Szabo Das ist der Herr Doktor Walker Frau Szabo Es ging mir hauptsächlich darum, dass ich Ihnen meinen Nachfolger Zuerst muss ich Ihnen noch herzlich für Ihre Osterkarte danken Ist gut, Herr Doktor – Sind Sie der neue Herr Doktor? Ja – Das habe ich nicht mitbekommen Sie sagten doch, Sie wollen einen jungen, hübschen Mann Sie waren aber auch so – Das war mal, ja Wenn wir zurückdenken Über 30 Jahre! Als wir frisch angekommen sind, kamen wir zu Ihnen Vor wie vielen Jahren war das? – 35 35 Jahre Wir waren noch jung, als wir den Herrn Doktor kennenlernten – mein Mann und ich Sie blieben der Praxis über Jahrzehnte treu? – Ja Jetzt naht der Abschied Ich komme schon noch mal, um mich zu verabschieden Aber im Moment bin ich noch da – Ja, das weiss ich Und wann beginnen Sie, Herr Doktor? Ich habe diese Woche schon angefangen. – Ach so Ich habe das Glück, dass ich mit Doktor Sigg noch zusammenarbeiten kann, bis es dann passt Und dann? – (Martin Sigg) Was ich dann mache? Ich geniesse das Leben – Ja, sicher

Die Freizeit geniessen Herr Doktor, ich kann nicht sagen, dass ich gerne gegangen bin, aber ich gönne es Ihnen selbstverständlich Ich hatte einen so guten Job, dass ich nicht gerne in Rente gegangen bin Aber ich kann mir vorstellen, dass das ein anderer Beruf ist, ein strenger Beruf Und sowieso Sie werden ja auch schon 70 Ja – Sie haben ja schon überzogen Ja, ich habe ein wenig überzogen – Ja, ja Herr Doktor, es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen Ebenso – Gute Zusammenarbeit! Ebenso. Ja. Schön Adieu, Frau Szabo – Alles Gute! Er kriegt einen Kuss von mir – Ich kriege einen Kuss Vielen Dank, Herr Doktor – Alles Gute! Vielen Dank für Ihren Besuch Schön Ich bin gespannt. Ja Darf man als Arzt so was überhaupt entgegennehmen? – Doch, doch Kleinigkeiten – Das darfst du alles Früher haben die Leute ja mit Speckseiten ihre Sachen bezahlt 35 Jahre lange war Martin Sigg für seine Patienten da Mein Kollege hat mich schon davor gewarnt Man sieht erst, wenn man aufhört, was man den Patienten bedeutet hat Vieles ist selbstverständlich oder man spricht nicht darüber Aber die berührenden Momente kommen erst, wenn man aufhört Oder bei einem Wechsel Oder bei einem Schicksalsschlag Dann spürt man die Anerkennung Oder wenn ein Schicksalsschlag überständen ist Ich denke schon. Ich lebe auch ein bisschen von meinem Ego Das ist natürlich auch ein Aspekt, der mir sicher fehlen wird Es ist auch wie ein Sprung ins kalte Wasser Man kann vorher nicht wissen, wie es wird Trotzdem macht es das gerade interessant Man wird dann sicherlich jeden Tag neue Dinge erleben und neue Gesichter kennenlernen Sich dann in der Situation zu finden, dass man an einem Ort angekommen ist, ist eine ganz neue Dimension Aber ich glaube, es ist auch gut, im Leben einen Ort zu finden, an dem man bleiben kann, an dem man sich wohlfühlt Da gibt es wohl auch schlechtere Orte auf der Welt als Hergiswil Da fällt die Entscheidung leicht, zu bleiben Martin Sigg arbeitet noch so lange in der Praxis, bis Marcelo Walker einen zusätzlichen Arzt gefunden hat * Gefühlvoller Gesang * Die erste Hochzeit auf dem Hof der Wielands ist ein Erfolg Sie sind auf ihrem Bauernhof angekommen und verbinden die traditionelle Landwirtschaft mit ihren Ideen des Agrotourismus und mit Events Es passt alles durchs Band bis zum Abend hin Das freut mich – Wir haben den gleichen Geschmack Es ist genial. Wir werden uns dann noch persönlich bedanken Wir möchten euch das noch übergeben Vielleicht habt ihr ja morgen früh Zeit, noch etwas Brot zu essen Und sonst könnt ihr es als Erinnerung behalten Das nehmen wir gleich mit Vielen Dank – Danke auch Es war super. Vielen Dank – Vielen Dank Vielen Dank euch Thom und Salome leben ihren Traum – gemeinsam mit Lilou Peter und Andreas Wir haben uns sehr gut eingelebt Ich habe das Gefühl, wir sind schon viel länger hier Und trotzdem ist es krass, was wir in diesem halben Jahr schon machen konnten – welche Events wir hier schon feiern durften Das ist sehr cool Wir durften viel erleben Es kommt mir länger vor Ja, das ist so Ich glaube, das ist das Wichtigste: Wenn man mit Herz und Freude dabei ist, macht man es auch Dann ist es wie ein Hobby Man räumt die Bühne als Hobby raus Man geht dafür nicht joggen oder so Ziel ist, dass wir einige grosse Events pro Jahr machen können – gemeinsam mit den Bewohnern Das ist das längerfristige Ziel

Auch Aline hat in Ostermundigen ihre Rolle gefunden Hallo Willkommen Ca va? Als Frau Pfarrerin mit Freund Jan So. Hattest du einen guten Tag? Ja. Schön, aber etwas anstrengend Es waren 33 Kinder Und nur drei Leiterinnen Nur drei Leiterinnen? – Ja Gut Im Grossen und Ganzen war es nicht so schwierig Aber ich glaube, das hat viel mit Ostermundigen zu tun Es ist eine Agglomerationsgemeinde In einem kleinen Dorf wäre das anders Einige Leute erzählen mir von Pesche Manche sagen auch, sie hätten ihn gerne für die Beerdigung gehabt, weil er auch schon getauft und konfirmiert hat Aber es ist Sie sind dann auch glücklich damit, wie ich es mache Ich glaube auch dass ich Ähnlichkeiten mit Pesche habe Die offene Art. Ich kann leicht auf Menschen zugehen Das Auch wenn wir unterschiedlich sind Aber es freut sie sicher, dass wieder so eine offene Person da ist * Rockige Klänge * Und wie sieht es bei Markus im ComeBack in Bern aus – dem Laden mit speziellen Hemden für spezielle Kundschaft? Ja Wo stehe ich? Im Moment gibt es nichts Konkretes Es sieht nicht danach aus, als würde es bald klappen. Wir suchen weiter Konkret nicht Es waren Typen um die 40 Zwei haben sich hier erkundigt Sie wollten alles bis auf die Buchhaltung erkundigen Sie waren um die 40 Ja Einer wollte einen Versand machen und kam mit ausgedruckten Plänen Ich riet ihm sofort davon ab und sagte, das funktioniere nicht Dann hatte er das Gefühl, ich behalte den Laden und er könne gemeinsam mit mir verkaufen So geht es einfach nicht Ich will jemanden, der den Laden so übernimmt, Freude daran hat und ihn weiterführt Der ganze Kundenstamm ist ja da Er erhält am Abend den Schlüssel und kann am Morgen aufschliessen Das ComeBack ist für Markus mehr als nur ein Hemdenladen Es ist eine Passion, ein Teil seines Lebens Seine Liebe für Details und seine Kunden machen das ComeBack aus Schauen Sie hier! Hier ist je ein Muster drin Vielleicht ist kein L da, aber dann könnte ich eines holen Das ist noch eines, das infrage kommt Das ist auch 30 Auch ein Restposten Wenn es ihm so viel bedeutet, dass es so weitergeführt wird, ist es nicht einfach, jemanden zu finden Jemanden, der Ich habe auch ein Geschäft. Und das möchte ich auch nicht abgeben Aber ich kann es noch 20 Jahre machen Aber … Man merkt es, wenn man sonst Hemden und Läden sieht Da stecken viele Details drin Er kennt die Händler, besucht sie, holt drei Stück Je länger, je mehr wollen Leute etwas haben, das nicht noch zehn andere in der Stadt tragen Wenn der Laden richtig geführt wird, ist das nach wie vor zeitgemäss Ja. Danke Aber ist das ComeBack noch das ComeBack, wenn Markus nicht mehr da ist? Merci – Danke, gleichfalls Merci Sie kommen wegen der Hemden An erster Stelle Aber Ich sage immer: Mein Traum ist, dass eine Frau übernimmt Das wäre mein Traum Eine Frau, die ein Flair dafür hat, kann das sicher noch besser Davon bin ich überzeugt Mit Charme die Männer hier zu bedienen Ja. Seriös natürlich, aber Das wäre für mich Ich habe fast das Gefühl, es passiert mal

Sie kommen ganz sicher an erster Stelle wegen der Hemden Und dann vielleicht noch ein wenig meinetwegen, aber * Gefühlvoller Song: “Fingt ds Glück eim?” von Züri West * Irgendwann einmal ist es Zeit, loszulassen Irgendwann beginnt etwas Neues Das waren vier Geschichten von Menschen, die sich ans Abenteuer Nachfolge gewagt haben # Irgendeinisch fingt ds Glück eim irgendwo uf em e Parkplatz # U plötzlech schmöckt’s wieder wie daheim # Irgendeinisch fingt ds Glück eim